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Jahreslosung 2013

Wir haben hier keine bleibende Stadt,
sondern die zukünftige suchen wir.

Hebräerbrief 13,14

Jahreslosung2013.jpg

Dies ist die Jahreslosung 2013, mit einem Bild von Andreas Felger. Der Vers stellt den Gegensatz dar zwischen unseren heutigen Städten und Wohnorten und der zukünftigen Stadt, dem himmlischen Jerusalem. Er spricht vom Diesseits und Jenseits, von der Erde und vom Himmel, vom Irdischen und vom Ewigen. Er regt an, über Bleiben und Festhalten einerseits und Abschied und Veränderung andererseits nachzudenken. Wir alle sind sterblich, alles ist vergänglich.

Die Gemeinde, an die sich der Verfasser des Hebräerbriefs wendet, ist verunsichert: Die ersten Christen, die Zeitgenossen von Jesus und Paulus, ja Paulus selbst, glaubten daran, dass Jesus noch zu ihren Lebzeiten wiederkäme um das Reich Gottes zu vollenden. Doch Jesu Wiederkunft verzögerte sich. Die Zeitgenossen von Jesus und Paulus sind inzwischen gestorben ohne dass Jesus wiedergekommen wäre. Deshalb beginnen die Menschen, an seiner Wiederkunft zu zweifeln. Und damit am ganzen christlichen Glauben.¶

In diese Zeit hinein – in ein Jahr zwischen 80 und 90 n. Chr. – spricht der Verfasser des Hebräerbriefs. Immer wieder geht es im Hebräerbrief darum, dass Gott durch seinen Sohn den neuen Bund mit seinem Volk geschlossen hat. Die Zeit mit Mose und den Gesetzen, die Zeit der Propheten, die Zeit der Hohenpriester war alles schon ein Angebot Gottes. Aber die Menschen nutzten dieses Angebot nicht. Und deshalb schickte Gott mit Jesus einen ganz besonderen Vermittler. Der Verfasser des Hebräerbriefs bittet die Adressaten, sich nicht so zu verhalten wie das Volk Israel damals in der Wüste. Das Volk in der Wüste vertraute nicht mehr auf Gott, murrte und wollte zurück in die Gefangenschaft in Ägypten. Sehnte sich sozusagen zurück. Verhaltet euch anders, sagt nun der Hebräerbrief. Blickt nach vorne. Bleibt offen für die Werke Gottes. Zweifelt nicht an ihm, bleibt gemeinsam unterwegs – hin zur ewigen Stadt.

Und so sind auch wir heute noch auf der Suche nach der zukünftigen Stadt. Wir haben sie noch nicht gefunden und streben deshalb noch nach ihr. Und doch: Jesus war schon da. Gott offenbarte sich durch ihn. Das Reich Gottes ist zwar noch nicht vollendet, aber es ist angebrochen. Sein Licht scheint schon jetzt.

Dieses Licht sehe ich auch auf dem Bild von Andreas Felger. Das Bild enthält die Farben des Regenbogens. Oben ist es weit, unten wirr. Und doch scheint auch unten schon etwas hinein. Ich meine, je nach Blickwinkel aus dem ich schaue, Häuser – vielleicht sogar eine Kirche – zu erkennen. Die zukünftige Stadt? Für unsere irdischen Augen noch verschleiert, aber schon in göttliches Licht getaucht? Sie ist noch nicht ganz erkennbar, aber die Verbindung ist da. Durch den Vermittler Jesus Christus ist sozusagen ein Abglanz, ein Vorgeschmack des himmlischen, ewigen Lichtes zu erkennen. Die Augen des Glaubens ahnen schon etwas von der zukünftigen Stadt.

So ist dieser Vers nicht einfach eine Vertröstung auf später, eine Flucht aus dem, was jetzt ist. Sondern er ist eine Aufmunterung. Ohne das Hier und Jetzt schlecht zu machen, weist er darauf hin, dass es sich hier nur um eine Zwischenstation handelt.

Für mich hat dieser Satz etwas Befreiendes, wie überhaupt das Loslassen etwas Befreiendes ha¬ben kann. Er öffnet, ermöglicht Neues. Und vielleicht verhilft er uns auch zu einem Perspektivenwechsel: Vielleicht können wir auch die jetzige Welt schon ein bisschen mit den Augen des Ewigen sehen.

So ist die Jahreslosung 2013 eine Ermutigung: Nicht ermüden, nicht aufgeben, immer wieder aufbrechen: Gottes Volk auf dem Weg in die Ewigkeit.

Januar 2013, Pfarrerin Yvonne Schönholzer, Rifferswil

Gedanken zur Jahreslosung 2013
 
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