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Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz
und lege einen neuen Geist in euch. (Ezechiel 36,26)

Träumen Sie manchmal von einem Neuanfang? Nach Fehlern und Versäumnissen, nach einer Erfahrung des Scheiterns, nach schlimmen Erlebnissen, nach einem Streit oder dem Ende einer Beziehung sehnen sich Menschen manchmal nach Erneuerung. Der Gedanke an Veränderung kann aber auch bedrohlich wirken. Schritte in eine ungewisse Zukunft bringen Unsicherheit mit sich. Ein Neuanfang kann eine Chance oder eine Gefahr darstellen.

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Die Jahreslosung 2017 spricht von einem Neuanfang von Gott mit seinem Volk. Der Prophet Ezechiel verheisst ihn dem Volk Israel im Exil. Das Volk ist in verschiedene Länder verstreut. Einige hatten angefangen, die Lebensweise und den Glauben jener Völker zu übernehmen. Andere störten sich daran und sehnten sich danach, wieder in ihr Land zurückzukehren, ihr Heiligtum aufzubauen und mit ihrem Gott zu leben. Ezechiel erinnert das Volk an die Fehler, die es gemacht hat. Er erinnert die Menschen daran, dass sich nicht nur die Umstände ändern müssen, sondern auch sie selbst.

Und er verspricht, dass Gott ihnen dabei hilft: Er wird ihnen ein neues Herz geben. Das Herz gilt in jener Zeit nicht nur als Sitz der Gefühle, sondern auch als Sitz des Verstandes. Das Herz ist wie ein Filter: Was die Augen sehen und die Ohren hören, landet im Herzen. Dort wird nachgedacht und geplant. Das Herz lenkt die Taten. Im Herzen sind die Erinnerungen und die Gebote aufge-schrieben. Das Herz ist das Lebenszentrum des Menschen; das, was eine Person ausmacht. Gott gibt ihnen einen neuen Geist. Der Geist ist zuerst Atem, Windhauch. Er ist das, was Gott dem Menschen einhaucht, damit er ein lebendiges Wesen ist. Der Geist belebt und bewegt. Er ist der Sitz der Empfindungen und Affekte, der Gesinnung und des Charakters, er ist die Sehnsucht nach Gott. Dieses neue Herz und dieser neue Geist von Gott verändern den Menschen.

Diese innere Veränderung wird dann zusammen mit äusseren Veränderungen zum Zeichen für alle Völker. Nicht nur das Volk Israel, sondern die ganze Welt soll die Macht Gottes erkennen.

Ezechiel sagt, dass Gott diese Veränderung um seines heiligen Namens willen schenke. Gottes Name ist sein Programm. Er bedeutet: „Ich bin, der ich war und der ich sein werde“. Oder anders gesagt: „Ich bin da für dich“, und „Ich bin mit euch“. Dieses Versprechen hat Gott immer wieder erneuert, auch im Neuen Testament: Jesus kommt als Immanuel in diese Welt, übersetzt als der „Gott mit uns“. Er lebt, feiert, trauert etc. mit den Menschen. Viele merken, dass er eine besondere Nähe zu Gott hat. Andere sehen sich durch sein Verhalten und sein Reden bedroht. Er wird gekreuzigt. Doch Gott überwindet den Tod. Matthäus schreibt, die letzten Worte Jesu seien gewesen:

Geht nun hin und macht alle Völker zu Jüngern: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,19-20)

Auch da geht es also um den Namen und die Zusicherung, dass Gott mit uns ist.

Auf dem Bild von Andreas Felger fällt das viele Rot auf. Rot kann für Unterschiedliches stehen: Blut, zum Beispiel, oder Feuer. Feuer kann eine reinigende Wirkung haben. Und Rot ist die Farbe der Liebe. Der Liebe Gottes, die er uns direkt ins Herz gibt. Mit dieser Liebe im Herzen bekommt das Leben mehr Freude und Sinn. Mit diesem neuen Herzen und diesem neuen Geist erhält man eine neue Sicht auf sich selbst und die Welt, kann man im Einklang leben mit dem Schöpfer und seinen Geschöpfen. Die Bibel ist voll von Einladungen, sich auf diesen Gott einzulassen, den man nicht sehen aber immer wieder erfahren kann und der verheisst, uns im Leben zu begleiten.

Ich wünsche uns in diesem Jahr einerseits immer wieder die Chance für einen Neuanfang, wo dies nötig ist. Und ich wünsche uns die Erfahrung, dass Gott uns in allen Veränderungen begleitet.

Januar 2017, Pfarrerin Yvonne Schönholzer, Rifferswil

Gedanken zur Jahreslosung 2017
 
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